Das Zuträger-Geschäft für Makler scheitert meistens an der Reibung: Ein Partner — Steuerberater, Lohnbüro, Personaldienstleister oder ein Kollege ohne bAV-Spezialisierung — hat den Kontakt, aber keinen Weg, ihn sauber weiterzugeben. In aiyomo lädt er eine Gehaltsabrechnung in seinem eigenen Zugang hoch, und daraus entsteht automatisch ein Lead auf den dahinterliegenden Arbeitgeber: erkannt, recherchiert und beim richtigen Spezialisten in der Pipeline. Kein Telefonat, keine Excel-Liste, kein „ich schicke dir mal was rüber”.
Drei Ebenen, drei Sichten — jede sieht nur ihr eigenes
Das Zuträger-Geschäft ist als Zusammenspiel von drei Beteiligten gebaut, und zwar bewusst nicht als Rollen in einem gemeinsamen Postfach.
Der Initiator — Ihr Betrieb mit Volllizenz — verwaltet das Ganze: Zuträger und Spezialisten einladen, Accounts verwalten, Status über alle Partner und Themen sehen, Auswertungen ziehen.
Der Zuträger bekommt einen eigenen Light-Workspace, keinen Gastzugang in Ihrem System. Er meldet sich klassisch oder über Microsoft beziehungsweise Google an, lädt Gehaltsabrechnungen hoch und sieht in seinem Portal seine eigenen Leads mit vereinfachtem Status und einem Wochenreport. Nur seine eigenen Daten — nicht Ihren Bestand.
Der Spezialist, der die Firmenkunden-Akquise tatsächlich macht, arbeitet ebenfalls in einem eigenen Light-Workspace. Er sieht die ihm zugewiesenen Leads und den Pool, bekommt einen Hinweis bei jeder Zuweisung und pflegt Stages sowie Wiedervorlagen.
Dass der Zuträger seinen eigenen Workspace hat, ist der eigentliche Kern: die von ihm angelegten Kunden und Dokumente bleiben bei ihm. Wenn er später auf eine Volllizenz wechselt, ist sein Bestand schon da — es gibt keinen zweiten Import und keinen Datenumzug.
Vom Upload zum recherchierten Lead
Der Ablauf ist absichtlich kurz, weil jeder zusätzliche Schritt Partner verliert.
- Upload im Portal. Der Zuträger lädt die Gehaltsabrechnung hoch. Weil es sein eigener Workspace ist, sieht er dabei die Datenschutzhinweise des Tools; die Kenntnisnahme wird protokolliert.
- Auslesen, tokensparend. Zuerst wird der Text lokal aus dem PDF extrahiert — kein Bildmodell —, dann geht ausschließlich dieser Text an das Sprachmodell. Erkannt werden vor allem Arbeitgeber-Name und Adresse, dazu Stammdaten des Arbeitnehmers und Indikatoren wie ein bereits vorhandener bAV-Abzug.
- Firmen-Dossier direkt dazu. aiyomo recherchiert den Arbeitgeber im Netz und über dessen Website und hängt eine Zusammenfassung an den Lead: Branche, geschätzte Mitarbeiterzahl, Unternehmensgruppe, Ansprechpartner, Website. Der Spezialist übernimmt den Lead also schon recherchiert, statt selbst zu googeln.
- Zwei Datensätze, kein Duplikat. Im Workspace des Zuträgers entstehen Kunde und zugeordnetes Dokument. In Ihrem Workspace entsteht der Arbeitgeber-Lead — als Referenz auf die Quelle, nicht als Kopie der Personaldaten.
- Zuweisen oder Pool. Ohne zugeordneten Spezialisten landet der Lead im Pool; bei Zuweisung geht ein Hinweis an den Spezialisten.
Die Pipeline: vom Lead bis zum Firmenkunden
Der Spezialist arbeitet den Lead über feste Stufen ab: neu → übernommen → Recherche → kontaktiert → Termin vereinbart → Angebot → gewonnen, dazu verloren und Wiedervorlage. Die Wiedervorlagen laufen bei ihm und nutzen dieselben Impulse wie das übrige Tagesgeschäft — kein zweites Erinnerungssystem.
Der Zuträger sieht davon eine bewusst vereinfachte Version: eingegangen, in Bearbeitung, Termin vereinbart, Abschluss, Wiedervorlage. Er soll erkennen, dass sich etwas bewegt, ohne Ihre Vertriebsinterna zu lesen.
Zusätzlich fachlich mitgeführt werden Status der Versorgungsordnung, die bAV-Durchdringung im Unternehmen und ob eine bKV vorhanden ist — die Fragen also, die über das Potenzial entscheiden.
Wenn der Arbeitgeber anbeißt
Sagt der Arbeitgeber zu, bleibt der Vorgang im System: Das Unternehmen wird als Firmenkunde angelegt, die Versorgungsordnung läuft über die reguläre bAV-Strecke mit Arbeitgeberportal, und dem Unternehmen kann direkt der Portalzugang angeboten werden — für den Austausch von Meldungen und Dokumenten. Aus dem Lead wird damit ohne Systemwechsel ein betreuter Bestand mit laufenden Meldeprozessen.
Kommunikation, die am Fall hängt
Zuträger und Spezialist bekommen in ihren Light-Zugängen eine normale Nachrichten-Ansicht — allerdings mit klarer Grenze: Sie können nur mit dem Initiator oder dem Spezialisten schreiben, nicht untereinander quer durch alle Beteiligten. Und der Austausch bezieht sich auf den konkreten Fall, also auf die eingereichte Abrechnung beziehungsweise den daraus entstandenen Lead. Rückfragen landen damit dort, wo der Vorgang liegt, und nicht in einem separaten Mail-Verlauf.
Warum Light kein abgespecktes Login, sondern ein Sicherheitsthema ist
Ein Light-Zugang zeigt nicht einfach weniger Menüpunkte. Der Zugriff ist serverseitig beschränkt: Es genügt nicht, die Navigation auszublenden, weil man sonst über einen Direktlink, die Tastatursuche oder den KI-Chat doch überall landen würde. Für Zuträger und Spezialisten gelten deshalb eigene Berechtigungen, die auf der Serverseite greifen — dieselbe Logik, mit der auch die Editionen den Funktionsumfang begrenzen.
Für Sie heißt das: Sie können Partner einbinden, ohne Ihren Bestand zu öffnen. Für den Partner heißt es: seine Daten bleiben seine Daten.
Zuträger-Geschäft für Makler auf einen Blick
- Partner mit eigenem Light-Workspace statt Gastzugang — ihre Kunden und Dokumente bleiben bei ihnen, mit Upgrade-Pfad auf Volllizenz
- Anmeldung klassisch oder über Microsoft und Google
- Gehaltsabrechnung hochladen → Arbeitgeber, Arbeitnehmer-Stammdaten und bAV-Indikatoren werden ausgelesen (Text-Extraktion lokal, nur Text an das Sprachmodell)
- Automatisches Firmen-Dossier: Branche, geschätzte Mitarbeiterzahl, Unternehmensgruppe, Ansprechpartner, Website
- Arbeitgeber-Lead in Ihrem Workspace als Referenz auf die Quelle, nicht als Kopie der Personaldaten
- Pipeline in festen Stufen, Wiedervorlagen beim Spezialisten über die bestehenden Impulse
- Vereinfachte Statussicht plus Wochenreport für den Zuträger, Pool und Zuweisung für den Spezialisten
- Fallbezogene Nachrichten in den Light-Zugängen, ausschließlich mit Initiator oder Spezialist
- Serverseitige Berechtigungen für Light — nicht nur ausgeblendete Navigation
- Übergang ins Bestandsgeschäft: Firmenkunde, Versorgungsordnung, Arbeitgeberportal ohne Systemwechsel
FAQ
Wer kann Zuträger sein?
Jeder, der regelmäßig an Gehaltsabrechnungen kommt und keinen eigenen bAV-Vertrieb betreibt — typischerweise Steuerberater und Lohnbüros, Personaldienstleister oder Maklerkollegen ohne Firmenkunden-Spezialisierung. Er braucht keine Lizenz: der Light-Zugang ist kostenlos und wird von Ihnen per Einladung angelegt.
Bekommt der Zuträger Einblick in unseren Bestand?
Nein. Er arbeitet in einem eigenen Workspace und sieht ausschließlich seine eigenen Einreichungen und deren Status. Der Zugriff ist serverseitig begrenzt, nicht nur in der Navigation ausgeblendet — Direktlinks, Tastatursuche und KI-Chat führen ihn nicht in fremde Bereiche.
Wie geht das datenschutzrechtlich, eine Gehaltsabrechnung enthält Personaldaten?
Der Upload passiert im Workspace des Zuträgers, also in seinem eigenen Verantwortungsbereich; er sieht dabei die Datenschutzhinweise, und die Kenntnisnahme wird protokolliert. In Ihrem Workspace entsteht daraus ein Arbeitgeber-Lead, der auf die Quelle referenziert, statt die Personaldaten zu kopieren. Für den Weg zum Sprachmodell gilt dasselbe wie überall in aiyomo: es wird nur der extrahierte Text übergeben, und Klardaten werden vorher zweischichtig pseudonymisiert — beschrieben unter Datenschutz und Sicherheit. Die konkrete Rollenverteilung nach Art. 28 DSGVO klären wir vor dem Start gemeinsam, weil sie davon abhängt, wer den Partner einbindet.
Was passiert, wenn ein Arbeitgeber schon von einem Kollegen betreut wird?
Der Lead trägt Arbeitgeber-Name und Adresse aus der Abrechnung sowie das Firmen-Dossier. Damit ist vor der Ansprache erkennbar, ob das Unternehmen bereits in Ihrem Bestand liegt. Doppelte Einreichungen desselben Arbeitgebers laufen in dieselbe Pipeline und nicht in zwei getrennte Vorgänge.
Ist das Firmen-Dossier eine Registerabfrage?
Nein. Es entsteht aus Web-Recherche und der Unternehmenswebsite mit anschließender KI-Zusammenfassung — also aus öffentlich zugänglichen Quellen. Ein Handelsregister-Abruf oder eine Anreicherung über kostenpflichtige Wirtschaftsdatenbanken ist ausdrücklich nicht Teil davon; das wäre eine gesonderte Ausbaustufe mit eigener Lizenzfrage.
Was kostet das Zuträger-Geschäft?
Das Zuträger-Geschäft ist ein Zusatzmodul für 49 € im Monat, buchbar in jeder Stufe — mit unbegrenzt vielen Zuträgern. Die Light-Zugänge, die Ihre Partner erhalten, sind kostenlos und zählen nie als Seat. Die Übersicht steht auf der Seite zu Preisen und Paketen.
