Die Eurostufe ist der Umrechnungswert, der einer Bewertungseinheit (BE) einen konkreten Euro-Betrag zuordnet. Sie übersetzt die abstrakte Planungsgröße BE in eine monetäre Größe und macht so aus einem BE-Ziel eine konkrete Umsatzerwartung.
Zwei Größen, die zusammenarbeiten
Die Bewertungseinheit ist die produktneutrale Planungseinheit — sie sagt, wie viel ein Vorgang „wiegt”. Die Eurostufe sagt, was dieses Gewicht wert ist. Erst zusammen ergeben sie eine Vertriebssteuerung, die sowohl in Einheiten als auch in Geld lesbar ist.
Der Wert ist bewusst nicht fest: Je nach Vergütungsmodell, Sparte oder Planungsperiode kann eine BE unterschiedlich bewertet werden. Wer eine Eurostufe in Software fest verdrahtet, erzwingt genau die Ausnahmen-Tabelle, die man vermeiden wollte.
Was das im Alltag ändert
Mit hinterlegter Eurostufe lassen sich Wochen- und Jahresziele in BE setzen und trotzdem in Euro berichten — ohne dass jemand am Monatsende umrechnet. Soll-Ist-Abgleich, Forecast und Betreuer-Auswertung entstehen aus derselben Quelle, und die Frage „welche Zahl stimmt jetzt” stellt sich nicht.
In aiyomo ist die Eurostufe deshalb ein einstellbarer Wert neben der BE-Planung, verzahnt mit dem Antrags-Lebenszyklus und den Courtage-Splits. Details unter Umsatzplanung in BE.
Verwandte Begriffe
Bewertungseinheit (BE) · Courtage und Courtage-Split · alle Begriffe im Glossar
FAQ
Wer legt die Eurostufe fest?
Der Betrieb selbst, in aller Regel abgeleitet aus den eigenen Vergütungsvereinbarungen und Erfahrungswerten. Es gibt keinen Marktstandard und keinen gesetzlich vorgegebenen Wert.
Kann die Eurostufe sich ändern?
Ja, und das ist der Normalfall — etwa zum Jahreswechsel oder wenn sich Vergütungsstrukturen ändern. Deshalb ist sie in aiyomo ein Parameter der Planung und keine Konstante: Ältere Pläne bleiben mit ihrem damaligen Wert nachvollziehbar, neue rechnen mit dem aktuellen.