Glossar

Magic-Link-Portal: Zugang für Externe ohne eigenes Konto

Ein Magic-Link-Portal ist ein scope-beschränkter, jederzeit widerrufbarer Zugang über einen sicheren Link — ohne Registrierung und ohne eigenes Benutzerkonto im System.

Ein Magic-Link-Portal ist ein scope-beschränkter, jederzeit widerrufbarer Zugang, über den ein externer Beteiligter auf genau definierte Inhalte zugreift, ohne ein eigenes Benutzerkonto anzulegen. Der Zugang erfolgt über einen sicheren Link statt über Registrierung und Passwort.

Das Problem, das es löst

Externe sollen mitarbeiten, aber nicht alles sehen: der Steuerberater, der die Export-Historie der Entgeltumwandlung prüft; der Arbeitgeber, der Meldungen einstellt; der Kunde, der ein Beratungsergebnis nachrechnet. Ein vollwertiges Konto wäre für diese Fälle zu viel — es müsste angelegt, gepflegt, mit Rechten versehen und irgendwann wieder entfernt werden. In der Praxis endet das oft im Gegenteil: Man schickt eine PDF per Mail, weil ein Konto zu aufwendig wäre.

Der Magic-Link dreht das um. Statt eines Kontos gibt es einen Link auf genau einen Zweck.

Die drei Eigenschaften, auf die es ankommt

Scope-beschränkt: Sichtbar ist nur, was ausdrücklich freigegeben ist — nicht die Akte, nicht der Betrieb, nicht die Nachbardaten. Im Arbeitgeberportal geht das bis auf die Feldebene: Der Arbeitgeber sieht andere Felder als der Steuerberater.

Widerrufbar: Ein Zugang lässt sich beenden, ohne dass irgendwo ein Konto zurückbleibt. Beim Kundenreport der Finanzberatung ist zusätzlich die Laufzeit einstellbar, und ein neu erzeugter Link entzieht dem vorherigen automatisch die Gültigkeit.

Datensparsam: Vom Link selbst wird nur ein Hashwert gespeichert, nicht der Link. Die Übergabe läuft nicht über die Adresszeile, sondern im Anfrage-Inhalt, damit der Wert nicht in Server- oder Proxy-Protokollen landet; die Seiten sind für Suchmaschinen gesperrt und verraten bei ungültigen Links nicht, ob der Vorgang existiert.

Er ist kein Ersatz für Zugangskontrolle bei dauerhafter Zusammenarbeit. Wer regelmäßig mit Ihnen arbeitet, bekommt besser ein echtes Konto mit Rollen — etwa im Kundenportal oder, bei Partnern im Zuträger-Geschäft, einen eigenen Light-Zugang. Und wer den Link hat, kann ihn öffnen: Deshalb sind Laufzeit und Widerruf keine Nebenfeatures, sondern der Kern des Konzepts.

Verwandte Begriffe

DATEV-Lohnbrücke · Schrems II · Betriebliche Altersvorsorge (bAV) · alle Begriffe im Glossar

FAQ

Ist ein Magic-Link sicher, wenn er weitergeleitet werden kann?

Wer den Link besitzt, kann den freigegebenen Inhalt öffnen — das liegt in der Natur der Sache und ist der Grund für Laufzeitbegrenzung und Widerruf. Abgesichert ist der Rest: begrenzter Umfang, nur ein Hashwert des Links in der Datenbank, keine Übergabe in der Adresszeile, Sperre für Suchmaschinen und keine Auskunft darüber, ob ein Vorgang existiert. Für dauerhafte Zusammenarbeit ist ein Konto mit Rollen die passendere Wahl.

Braucht der Empfänger eine Software oder Registrierung?

Nein, ein Browser genügt. Genau das ist der Zweck: Externe sollen mitarbeiten können, ohne dass in Ihrem System ein Benutzer entsteht, der später gepflegt und wieder entfernt werden muss.

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